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Der Rheinsteig-Extremlauf- eine Streckenbeschreibung - Teil 1
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Rheinsteig Extrem: (...) dieser Weg wird kein leichter sein, dieser Weg wird steinig und schwer (...)
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Landgrabenweg, die Mittelterrasse des Rheins (60 m ü.NN, hochwasserfrei)! Hier geht's los. Blickrichtung Ennert - rechte Hand ein riesiger Gebäudekomplex mit der Anmutung einer Bonbon-Fabrik zzgl. Flughafentower, linke Hand die monumentale Entsprechung aber mit schwarz-repräsentativer Steinfassade - tatsächlich handelt es sich aber um die beeindruckende Kulisse des Headquarters des Giganten der Telekommunikation "T-mobile". Nun denkt manch einer, der Lauf wird durch diese auch gesponsert, aber nein..., T-mobile, so die offizielle Verlautbarung der Chefetage, sponsert "nur Radrennfahrerinnen und -fahrer", sowie "Basketballer".
Los geht's also auf 80 m ü.NN "Am Schießbergweg" Richtung Küdinghoven, ein Dorf im Stadtverbund Bonn. Die Stadtbahnlinie wird überquert (hoffentlich sind die Schranken hoch!), die linksrheinische Bahnstrecke unterquert. Anschließend läufst du im Zickzack durch den schönen Ortskern. An der Pfarrkirche St. Gallus rechts ab, auf dem Ankerbachweg geht es jetzt deutlich bergauf, hoch in den Bonner Stadtwald "Ennert". Nach Verlassen des Ortes quert ihr über eine Brücke die Autobahn A 59 - hier könnt ihr noch mal die "Zuspätgekommenen" grüßen. Und jetzt geht's los! Die erste "Schlüsselstelle" folgt unmittelbar anschließend mit 100 Treppenstufen und einer schmale Rampe hoch zum "Foveaux-Häuschen" (Km 2), einem Geschenk eines Kölner Naturliebhabers (1820). Überholen ist in diesem Abschnitt kaum möglich. Du brauchst aber noch nicht nervös zu werden, falls du dich falsch einsortiert fühlst, denn dein Tempo ist sowieso noch unangemessen hoch. Es geht im Sturzflug wieder runter, zurück nach Küdinghoven. Der Ortsrand wird kurz gestreift und mit mäßigen Steigungen läufst du nun hoch auf den schönen Höhenweg des Ennertrückens (Rabenley 200 m ü.NN, Kuckstein 190 m ü. NN) mit zahlreichen Aussichten auf die Stadt Bonn, den Rhein, den Dornheckensee und den vis a vis liegenden Kottenforst. Leider hast du nichts davon, denn die Aussichtspunkte liegen knapp neben der Strecke. Der Anstieg endet am Vinxeler Wegekreuz (km 5), rechts geht der prächtige "Nücker-Felsenweg" ab, ein Hauch von alpinem Bergsteig. Am Fuß dieses Berges wurde vor 14.000 Jahren der "Oberkasseler Höhlenmensch" gefunden. Dieser "Bonner Neandertaler" kann im Bonner Rheinischen Landesmuseum besichtigt werden. |
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Weg von der Archäologie zu deinen aktuellen Aufgaben: Wiederum steil hinab führt dein Weg an den Ortsrand von Römlinghoven, dann mit wechselnden, mäßigen Steigungen zur Oberdollendorfer "Hülle" (km 7) . Ein echter Höhepunkt des Extremlaufs ist diese kurze Tangente (Weinlehrpfad) an den Weinbergen mit dem herrlichen Ausblick auf den malerischen, alten Ortskern. Einladend winken im Tal gemütliche Gast- und Gartenwirtschaften, die du zu einem geeigneteren Zeitpunkt unbedingt aufsuchen solltest. Wenn du den Blick jedoch nach oben schweifen lässt, grüßt bereits der Petersberg als nächste Herausforderung. Vorher jedoch ents
pannst du dich leichtfüßig bergab ins Tal der Mühlen und an der Ruine Heisterbach vorbei. Hier lebten ab 1202 Bendediktinermönche nach dem Grundsatz "Bete und Arbeite". Auch im 21. Jahrhundert und gerade in diesem Augenblick wirst du verstehen, wie zeitgemäß und unmittelbar diese spirituelle Leitlinie der Mönche zu deiner augenblicklichen Situation passt. Denn es folgt ein Anstieg, der dir volle Konzentration und Energie abverlangen wird. Anfangs auf breiten Waldwegen, dann auf einem schmalen Pfad klimmst du in Serpentinen bergan und erreichst den Gipfel des Petersberges (331 m ü.NN, km 11) . Du streifst mit dem ehemaligen Gästehaus des Bundes (heutiges Steigenberger-Hotel) ein Prunkstück des 7-Gebirges. Ein tolles Rheintal- und Bonn- Panorama, vor allem auf der Freiterrasse des Hotels, aber wiederum nichts für dich, denn du hast keine Zeit und in jedem Fall nicht genug Geld dabei.
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